Baufinanzierung: Eigenkapital wird immer wichtiger!

Baufinanzierung

Die Immobilienpreise sind weiterhin stabil und auf einem hohen Niveau. Die Bauzinsen steigen derzeit aber weiter an. Das Eigenkapital wird für potenzielle Käufer wieder wichtiger. Je höher das Eigenkapital, desto besser lässt sich eine Baufinanzierung realisieren und in der Regel kann dadurch auch meist ein besserer Zinssatz erzielt werden. Auch kann durch Eigenleistung viel Geld gespart werden. Wer also selbst anpackt, oder Freunde und Bekannte hat die helfen, kann durch diese Kosteneinsparung oft Kapital binden und die Finanzierungssituation verbessern.

Es gilt die Faustregel: Keine Baufinanzierung ohne Eigenkapital

In der aktuellen Situation und der aktuellen Kreditmarktlage gilt diese Regel umso mehr. Die Kaufnebenkosten sollten aus eigenen Finanzmitteln bezahlt werden können. Zu diesen Kosten zählen:

  • Grunderwerbssteuer (variiert je nach Bundesland – Berlin 6%, Brandenburg 6,5% jeweils vom Kaufpreis)
  • Notargebühren (Erstellung Kaufvertragsentwurf, Beurkundung usw. ca. 1,5% vom Kaufpreis)
  • Kosten für Eintragungen Grundbuch / Amtsgericht (ca. 0,5% vom Kaufpreis)
  • Immobilienmakler (3,57% inkl. MwSt. üblicherweise)

Diese Kosten sollten aus Eigenkapital bezahlt werden können. Die Wahrscheinlichkeit steigt dann, dass bei den Vergleichen von Finanzierungsgebern mehr Angebote eingeholt werden können und somit die Möglichkeit entsteht, dass passende Angebote für Sie dabei sind. Hier können Sie Ihre Finanzierungsanfrage stellen: immo-finanzcheck.de. Bis vor kurzer Zeit wurden teilweise auch die Nebenkosten mitfinanziert, mittlerweile machen das aber viele Finanzierungsgeber nicht mehr.

Durch Eigenkapital: Zinsvergünstigungen möglich!

Schafft es ein Käfer mehr Eigenkapital als nur die Kaufnebenkosten in die Finanzierung einzubringen, kann ja nach Verhältnis von Eigenkapital zu Kaufpreis mit einer Verbesserung des Zinssatz gerechnet werden. Das liegt vor allem an der internen Staffelung der Banken, welche eine höhere Einbringung des Eigenkapitals mit besseren Zinsen „belohnen“. Der potenzielle Käufer mit Eigenkapital hat dadurch zwei wichtige Vorteile. Denn zum ersten verbessert sich meist der Zins, wodurch mehr Tilgung für die Immobilie entsteht und zum zweiten reduziert sich auch die zu finanzierende Summe durch das Eigenkapital. Auch dadurch erzielt der Käufer eine bessere Tilgung und geringere Zinszahlungen. Im Vergleich zu einer Vollfinanzierung mit 100% kann das erhöhte Eigenkapital von weiteren 10% schon eine Verbesserung des Zinssatzes um 0,3-0,4% Prozentpunkten bringen.

Gerade junge Menschen verfügen oft nicht über genug Eigenkapital. Hier ist oft die Familie bereit zu unterstützen. Eltern können beispielsweise ein Erbe vorzeitig auszahlen um den Kauf einer Immobilie durch Eigenkapital zu fördern. Hier gibt es auch steuerliche Freigrenzen.

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