Sinkende Nachfrage nach Wohnungen in deutschen Großstädten

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Rasant steigende Zinsen, die zunehmende Inflation, der Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie und gestörte Lieferketten haben im zweiten Halbjahr 2022 den Immobilienmarkt deutlich beeinträchtigt. Der Immowelt Preiskompass zeigt 93% der untersuchten Städte eine rückgängige Nachfrage auf. Die Zahl der angebotenen Immobilien steigt langsam ebenso an. Als Folge sind in der Hälfte aller Großstädte stagnierende oder bereits leicht sinkende Angebotspreise zu beobachten.

Nachfrage sinkt um teilweise 50%

Schaut man auf die 14 Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern sieht man, dass besonders in den hochpreisigen Regionen das Interesse an Immobilien im Vergleich zum Vorjahresquartal geschrumpft ist. Steigendes Angebot: In München gibt es 18 Prozent weniger Anfragen bei 27 Prozent mehr Angebot. In Köln: Die Nachfrage verbucht einen Rückgang von 20 Prozent, obwohl die Anzahl der Inserate um 54 Prozent gestiegen ist!

In Berlin ist die Nachfrage um 52% gefallen, und auch in Hamburg (-47 Prozent) werden zunehmend weniger Anfragen gestellt. Das Angebot ist aber in beiden Städten noch nicht angestiegen.

Die gestiegenen Bauzinsen, die hohe Inflation und die Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine sorgen nicht nur für eine sinkende Nachfrage, sondern wirken sich negativ auf die Kaufpreise aus. Laut Immowelt haben sich in der Hälfte aller Großstädte (14) die Angebotspreise von Bestandswohnungen im 2. Quartal 2022 nicht weiter verteuert: In drei Städten sind die Preise stabil geblieben, in vier weiteren Städten lassen sich schon leichte Rückgänge beobachten. Im Vorquartal verzeichneten noch alle 14 Städte steigende Kaufpreise.