Die aktuellen Immobilienpreise in Berlin

Bild Berlin

Längst zählt die Hauptstadt zu den Immobilien-Hotspots Deutschlands. In Anbetracht der anhaltend steigenden Nachfrage nach Wohnraum, haben sich auch die Kaufpreise für Immobilien in Berlin entsprechend dynamisch entwickelt. Jedoch spielt die Lage eine wichtige Rolle: Wer eine Eigentumswohnung in Berlin erwerben möchte, sollte deshalb den Wohnungsmarkt genau unter die Lupe nehmen. Ob Sie im Szeneviertel oder Naturnah wohnen wollen – es gibt große Unterschiede in Mikro- und Makrolage. Somit unterscheiden sich auch die Immobilienpreise deutlich voneinander. Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Immobilienpreise in Berlin.

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Die aktuellen Immobilienpreise in Berlin: Angebotspreise der Bestandswohnungen in Berliner Bezirken

Vom Institut empirica wurden die Angebotspreise von Bestandswohnungen in allen zwölf Bezirken Berlins ermittelt. Klares Fazit: Die Schere bei den Immobilienpreisen in Berlin geht immer weiter auseinander. Wir zeigen Ihnen, wo Sie noch verhältnismäßig günstig eine Eigentumswohnung in Berlin erwerben können.

Im Vergleich zu 2017 sind die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen in Berlin jährlich im Durchschnitt um 10,2 % gestiegen. In den vergangenen Monaten war der Preisanstieg deutlich langsamer. In den einzelnen Stadtteilen offenbart sich dabei ein sehr unterschiedliches Bild. 

Von Wilmersdorf bis Kreuzberg: Das kostet eine Eigentumswohnung in Berlin

Besonders tief greifen in die Tasche greifen Käufer in den zentralen Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg in die Tasche. Spitzenreiter bei den Preisen ist Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier wird rund die Hälfte aller Eigentumswohnung zu einem Quadratmeterpreis von mindestens 5.600 Euro angeboten. Wie die Berechnungen verdeutlichen, entspricht der Kaufpreis von rund 420.000 Euro für eine Wohnung in etwa 9,4 Jahreseinkommen eines Berliner Durchschnittshaushalts. Besonders extrem ist die Preisspanne im Bezirk Mitte. Zwischen Angeboten im unteren Preissegment mit im Schnitt 4.151 Euro/m² und dem gehobenen Preissegment mit 6.914 Euro/m² kann man aktuell fündig werden. Verkäufer in Friedrichhain-Kreuzberg kalkulieren derzeit mit Preisen von mehr als 5.000 Euro/m².

Die aktuellen Immobilienpreise in Berlin: Quadratmeterpreise im Südwesten

Wenn man seine Freizeit gerne im Grünen verbringt, sind die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg genau richtig. Die angebotenen Eigentumswohnungen bilden hier preislich den Berliner Durchschnitt. Mit einem Quadratmeterpreis von 4.620 Euro pendelt sich Steglitz-Zehlendorf nur knapp über dem Wert von Tempelhof-Schöneberg (4.590 Euro/m²) ein. Ähnlich verhält es sich auch bei Wohnraum mit überdurchschnittlicher Ausstattung. In beiden Bezirken werden mehr als 5.300 Euro/m² für Bestandswohnungen fällig.

Eigentumswohnungen in Neukölln und Treptow-Köpenick

Mit seinen ausgedehnten Wald-und Seeflächen zieht Treptow-Köpenick seine Naturliebhaber an. Verhältnismäßig günstige Eigentumswohnungen bekommen Sie hier bereits für 3.050 Euro/m². Selbst die Spitzenwerte für die teuersten Mikrolagen (4.150 Euro/m²) liegen noch unter den preiswerten Lagen im Bezirk Mitte (4.151 Euro/m²). Allerdings gehört Treptow-Köpenick mit jährlichem Wertzuwachs von 13,1 Prozent seit 2017 zu den Bezirken mit den am rasantesten steigenden Wohnungspreisen in Berlin. Mit 4.490 Euro sind die medianen Quadratmeterpreise in Neukölln fast 900 Euro höher als im benachbarten Bezirk. Allerdings gibt es auch hier je nach Lage starke Preisschwankungen zwischen 3.600 Euro/m² im günstigen und 5.300 Euro im oberen Preissegment.

Szeneviertel der Zukunft: Lichtenberg und Pankow

Im Hinblick auf die Top-Preise von 6.100 Euro/m² zählt Pankow bereits heute zu den Spitzenbezirken.
Mit Preisen von rund (5000 Euro/m²) hält sich Friedrichshain-Kreuzberg zwar noch knapp vor Pankow, in Anbetracht der jährlichen Steigerung von 12,4 Prozent in den letzten drei Jahren besteht jedoch die Option, dass der bevölkerungsreichste Berliner Bezirk auch hier auf die Überholspur wechselt. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3.700 Euro ist Lichtenberg zwar noch hinter Pankow, gilt jedoch aufgrund zahlreicher Bau- und Modernisierungsprojekte längst nicht mehr als Geheimtipp. Die verdeutlicht das Preisniveau von 4.280 Euro/m² im gehobenen Segment.

Chance auf ein Schnäppchen am Stadtrand: Spandau, Marzahn-Hellersdorf und Reinickendorf

Besonders in den Randbezirken der Hauptstadt wird aktuell (noch) relativ günstig gewohnt. Wer es gerne entspannt angehen lässt und lieber die Idylle der Altstadt genießt als im Alexa shoppen geht, ist in Spandau genau richtig. Bei einem Standardpreis von 3.200 Euro/m² sind rund 4,7 Jahresgehälter nötig, um ins Eigenheim zu ziehen. Auch wenn Spandau zu den günstigsten Stadteilen Berlins gehört – hier sind die Preise in den vergangenen Jahren am stärksten gestiegen. Jährlich verteuerten sich Eigentumswohnungen um 14,9 Prozent. Auch der grüne Norden bietet günstige Möglichkeiten: In Reinickendorf liegt der aktuelle Preis für eine Eigentumswohnung im Schnitt bei 3.494 Euro/m². Die niedrigsten Preise sind nach wie vor tief im Osten zu finden: In Marzahn-Hellersdorf liegt der Quadratmeterpreis mit 2.935 Euro rund 40 Prozent unter den Top-3 Bezirken.

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